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Von janwelsch - Geschrieben am 18.03.2010, 20:33

Wir kennen sie wahrscheinlich alle: die Werbung der Initiative “Schau’ hin!”, die Eltern dazu animieren will, Kinder besser an neue Medien heranzuführen und ihnen gleichzeitig auch vor den Gefahren eines allzu légèren Umgangs des Nachwuches mit dem Internet aufmerksam machen will.

Der aktuellen Fernseh-Spot der Initiative endet mit einem kurzen Kommentar eines am Fenster stehnden Mannes: “Nur ein Radiergummi für’s Internet. Das hat noch keiner erfunden.”

Das hätte auch den Machern der Initiative “Bürger für Konstanz” bewusst sein müssen, als sie einen Text des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden im Konstanzer Gemeinderat auf ihrer Internetpräsenz veröffentlicht haben. Er hatte dort - wie hier bereits berichtet - erklärt:

[…] Die Konstanzer sollen sich nicht von Menschen, denen Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen gleichgültig sind, irre machen lassen. Wenn man solche demagogisch agierenden Kreise näher betrachtet, leben diese Personen sicher und häufig von der öffentlichen Hand. Verständlich, dass diese Kreise dann über die Stadt die „Glasglocke stülpen“ können. Das ist unverantwortlich für die Zukunft von Konstanz. Deshalb müssen wir zusammen halten und die Mehrheit herstellen.

Ab sofort ist zumindest der zweite Satz dieses Zitates nicht mehr auf der Seite von “Konstanz gibt den Ton an” zu finden. Er wurde offensichtlich in den letzten Stunden gelöscht.

Dummerweise gilt auch hier der alte Grundsatz: was einmal im Internet gelandet ist, lässt sich so schnell auch nicht löschen. Obwohl die “Tonangeber” nicht mehr mit diesem Zitat werben, finden sich im Netz immer noch Hinweise auf die vormalige Existenz des Zitats.

Wahrscheinlich hat man bei den “Bürgern für Konstanz” darauf vertraut, dass durch die Löschung des umstrittenen Satzes die Debatte um die Ausfälle des Herrn Müller-Fehrenbachs verstummen würde. Genau das Gegenteil ist der Fall und man darf sich schon fragen, warum man zwar einerseits durch die Löschung ein Fehlverhalten zugibt, andererseits aber auf eine fällige Entschuldigung verzichtet.

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